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Wollen Sie ein wanderndes Kunstobjekt sein?

Wandern ist Kunst im Naturraum

Keine Angst, Sie brauchen weder todesmutig über eine Slackline zwischen den Bergspitzen zu balancieren noch grazil wie eine Ballerina über die Berge zu tänzeln. Sie wandern einfach, wie Sie es gewohnt sind, einen Schritt nach dem nächsten zu setzen. Gut, ist das jetzt Kunst? Ja, wenn der Naturraum und der Kunstraum stimmen.

Der Naturraum

Bad Kleinkirchheim in Mitten der Nockberge fungiert als solcher. Was ist den malerischer als sanfte, aber durchaus majestätische Bergkuppen mit saftigem Grün der Almen, reich an Wäldern, im Herbst in oranges Licht getaucht durch die Lärchen. Im Frühling geizen die Nockberge noch oft mit den Reizen. Empfindliche Stellen sind noch mit Schnee bedeckt – nach dem Motto, alles zeigen wir nicht her beim ersten Zusammentreffen. Erst wenn die Sonne kräftiger wird, werden die Wanderberge zur „Obenohne-Zone“. PS: Wir sprechen von der Schneedecke :). Aber ist so ein Anblick kunstvoll? Ist die Natur Kunst und weil wir in ihr Lustwandeln auch wir? Nicht ganz, uns fehlt ein Impulsgeber.

Der Kunstraum

lebt in der gleichen Szenerie. Vielleicht mögen Sie sich beim oberen Absatz denken, dass wir „Postkartenkitsch“ mit Kunst gleichsetzen. Nein, die Ausblicke auf die Bergwelt und das durchaus atemberaubende Panorama sind nicht Hauptdarsteller. Kunst hat in diesem Falle nichts mit der Außenwelt zu tun, sondern mit den Einblicken, die wir erhalten und das beim Wandern.

Der Impulsgeber

Hamish Fulton ist bekannt für seine Walks mit Menschen als „Kunstobjekte“, die gemeinsam zu einem Kunstprojekt zusammengeführt werden. Jeder Wanderer oder Walker ist ein Teil eines großen Ganzen. Sei es die Routenführung, die verblüfft oder die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die Arten zu gehen oder das gemeinsame Schweigen. Wie ein Regisseur fügt er die einzelnen Protagonisten zu einem großen Ganzen zusammen. Er ist Mastermind, Cutter und Ausführender gleichzeitig. Alle Mitgeher sind auf die Vorgaben konzentriert, die Ausblicke verschwimmen und formieren sich zu Einblicken.

Sie möchten dabei sein?

Der Walk mit Hamish Fulton findet am 21. September 2013 um 10:00 Uhr in Bad Kleinkirchheim beim Parkplatz Römerbad statt. Wandern Sie einmal ganz anders als gewohnt und lassen die Umgebung und die Vorgaben vom „Walking Artist“ mit dem Motto „No Walk, No Art“ inspirieren.

Mehr Infos und Hintergründe zur Auftaktveranstaltung Nock/Art finden Sie hier.

PS:
Wir sind schon neugierig, ob sich nicht die Ausblicke auf die Nockberge in der Arbeit von Hamish Fulton niederschlagen, bzw. ob deren Schönheit ihn etwas aus dem Konzept bringt :).

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Verfasst von Karoline Friesacher

Karoline ist Chefreceptionistin der Thermenwelt Hotel Pulverer und schreibt für Sie über Interessantes, Wissenwertes und Tipps rund um Therme und Kulinarik.

1 Kommentar zu Wollen Sie ein wanderndes Kunstobjekt sein?

  1. […] zum wandernden Kunstobjekt wurden wie folgt festgelegt: Zwischen den einzelnen Wanderen wurde ein Abstand von 1 Meter gemacht. […]

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